Mein Coaching- und Therapieansatz für Männer

Mein initiatischer Coaching- und Therapieansatz verbindet tiefenpsychologisches Verstehen mit körpertherapeutischer Arbeit. Dabei orientiere ich mich an drei Prinzipien der Initiation. Sie beschreiben, wie wir seelischen Verletzungen begegnen, Übergänge im Leben durchschreiten und in die Verantwortung für unser eigenes Leben hineinwachsen können.

Das Wundprinzip – der eigenen Verletzung begegnen

Seelische Verletzungen gehören zu unserer Lebensgeschichte. Manche sind früh entstanden und wirken bis heute nach – in unseren Beziehungen, unserem Selbstbild und darin, wie wir auf schwierige Situationen reagieren.

Gemeinsam erforschen wir, wie diese Erfahrungen in Ihrem gegenwärtigen Leben spürbar werden. Dabei verbinden wir Gespräch und Körper. Ihre Geschichte hilft uns, Ihr Erleben zu verstehen; zugleich wenden wir uns dem zu, was Sie jetzt fühlen und körperlich wahrnehmen.

Das Wundprinzip beschreibt die Möglichkeit, einer Verletzung als initiatischer Schwelle zu begegnen: Eine schmerzhafte oder konflikthafte Erfahrung lenkt unsere Aufmerksamkeit auf etwas in uns, das Zuwendung braucht.

An dieser Schwelle begegnen wir häufig auch dem, was ich als „Struktur“ bezeichne. Damit meine ich verfestigte Überzeugungen und vertraute Denk-, Fühl- und Verhaltensweisen, die sich im Laufe unseres Lebens um Verletzungen herum entwickelt haben. Auch körperliche Anspannung kann damit verbunden sein. Vieles davon hat einmal geholfen, mit schwierigen Erfahrungen umzugehen.

Ich begleite Sie dabei, wahrzunehmen, wie diese Strukturen heute wirken, und der darunterliegenden Verletzung fühlend zu begegnen. Wir geben dem Raum, was sich zeigt, in einem Tempo, das für Sie möglich ist.

So kann ein bewussterer Umgang mit vertrauten Verhaltensweisen entstehen. Zugleich kann die Zuwendung zur eigenen Verletzung einen Zugang zu Selbstliebe und Mitgefühl öffnen.

Stirb und Werde – Übergänge im Leben

Alles Leben verändert sich. Beziehungen enden, Kinder werden selbstständig, berufliche Aufgaben verändern sich. Auch vertraute Vorstellungen davon, wer wir sind und wie unser Leben sein sollte, können an ihre Grenzen kommen.

Solche Übergänge können eine persönliche Krise auslösen. Das Vertraute trägt nicht mehr, während das Neue noch kaum erkennbar ist. Mit „Stirb und Werde“ beschreibe ich diesen Prozess des Abschiednehmens und Neuwerdens.

Auch hier wirkt das Wundprinzip: Eine gegenwärtige Krise kann frühere Verletzungen berühren und Gefühle von Angst, Trauer oder Hilflosigkeit wachrufen.

Gemeinsam wenden wir uns dem zu, was Sie in dieser Situation erleben. Dabei kann deutlicher werden, welchen vertrauten Verhaltensweisen Sie reflexhaft folgen und was geschieht, wenn Sie bei Ihrem Erleben verweilen.

In dieser Zuwendung kann sich neben dem Schmerz auch etwas Neues zeigen. Neue Sichtweisen und Schritte werden möglich, die zuvor noch nicht zugänglich waren.

Abschied vom Kindbewusstsein – in Selbstverantwortung hineinwachsen

Wir alle bringen Bedürfnisse aus unserer Kindheit mit, die damals nicht ausreichend beantwortet wurden. Vielleicht fehlten Geborgenheit, Schutz, Anerkennung oder die Erfahrung, mit den eigenen Gefühlen willkommen zu sein.

Solche unerfüllten Bedürfnisse können bis heute in unseren Beziehungen wirken. Manchmal verbinden wir damit unbewusst die Erwartung, dass ein anderer Mensch uns endlich gibt, was uns damals gefehlt hat. Das ist verständlich und kann zugleich Beziehungen belasten.

Mit „Kindbewusstsein“ bezeichne ich diese fortwirkenden kindlichen Erwartungen. In der gemeinsamen Arbeit begegnen wir ihnen mit liebevollem Interesse.

Ein Aspekt kann dabei das sein, was in der initiatischen Arbeit als „mütterliches Prinzip“ bezeichnet wird: die Erfahrung, gehalten, versorgt und angenommen zu sein. Der Begriff steht hier für eine Qualität von Zuwendung, die wir als Kinder gebraucht haben.

Gemeinsam erforschen wir, wo solche Bedürfnisse und Erwartungen in Ihrem heutigen Leben wirksam werden. Dabei können auch bewusste Abschiedsschritte oder Rituale ihren Platz finden.

So verstehe ich Nachreifung: Sie entwickeln mehr Bewusstsein für Ihre Bedürfnisse und übernehmen zunehmend Verantwortung dafür, wie Sie mit ihnen umgehen. Dazu gehört auch, Unterstützung zu suchen, Wünsche auszudrücken und Beziehungen bewusster zu gestalten.

Ein erstes Gespräch

Wenn Sie sich in diesen Themen wiederfinden, bietet ein erstes Gespräch Raum für Ihr Anliegen und Ihre Fragen. Gemeinsam schauen wir, was Sie gerade bewegt und wie ich Sie begleiten kann.

Sie können mich per Telefon unter 0170 1166633 erreichen oder vereinbaren Sie hier einen Kennenlerntermin.